Die pflegerischen Maßnahmen umfassen die gesamte direkte Pflege im Sinne des SGB XI.
Um eine gute und konstante Betreuung und Pflege sicher zu stellen, arbeiten wir nach dem System der Bezugs- und Bereichspflege. Dementsprechend werden die Tagespflegegäste den Bereichen zugeordnet.
Die konkreten Leistungen richten sich nach dem Pflegemodell Monika Krohwinkel, die in den AEDL`s beschrieben sind.
Folgende Verfahren und Methoden gewährleisten eine am Tagespflegegast orientierte Prozessplanung:
- Anamnese und Biographiebogen
- Stammdatenblatt
- Risikoerfassung
- Bedarfsermittlung
- Aktive und individuelle Planung des Pflege- und Beschäftigungsangebotes im Rahmen tagesstrukturierender Maßnahmen und mit Unterstützung eines jeweilig vorbereiteten und aushängenden Tagesplanes
- Arztanordnungen
- Pflegebericht
- Überleitungsbogen
Weiter...
Die pflegerischen Maßnahmen umfassen die gesamte direkte Pflege im Sinne des SGB XI, im Detail im Rahmen der Aktivitäten und Erfahrungen des täglichen Lebens nach Krohwinkel:
Sich bewegen
Sich pflegen
Atmen
Sich kleiden
Ausscheiden
Entspannen
Kommunizieren
Den Tag gestalten
Sich als Mann oder Frau
fühlen und verhalten
Beziehungen aufnehmen,
gestalten und beenden
Sich orientieren
Essen und Trinken
Für Sicherheit sorgen
Die Tagespflegegäste erhalten Unterstützung im Ausleben ihres Bewegungsdrangs.
Zur Vermeidung von Stürzen und Verletzungen werden sie fachlich beobachtet und erhalten bei Bedarf individuelle Hilfen zum Schutz vor Verletzungen.
Ein Bewegungsprogramm mit Elementen wie Bewegen zur Musik, Sitztanz und Sitzgymnastik wird situativ angeboten und eingesetzt.
Unsere dargebrachte Körperpflege orientiert sich vorrangig an den Zielen Wohlbefinden, Wohlfühlen, Erfrischung und Entspannung.
Sie wird den ganzen Tag über angeboten. Damit werden Stress und Hektik für alle Beteiligten vermieden.
Angenehme Gerüche (Aromapflege/heimatliche Küchendüfte), frische Luft und Bewegung im Freien senken die Aggressivität und sorgen für eine positive Stimmung.
Unsere Wohn-, Betreuungs- und Aufenthaltsräume werden regelmäßig gelüftet, negative Gerüche dadurch weitest gehend vermieden.
Unsere Tagespflegegäste erhalten bei Bedarf Hilfestellung beim An- und Auskleiden in individuell angemessener Weise.
Unsere Tagespflegegäste erhalten diskrete Hilfe bei den Ausscheidungen, sowie eine Versorgung mit angemessenen Materialien und Hilfsmitteln.
Auf individuelle Gewohnheiten wird geachtet. Die Toilettengänge werden darauf abgestimmt.
Das pflegetherapeutische Begleitungsangebot ist über eine Tagesplanung ersichtlich, die sich an den individuellen Wünschen innerhalb der Betreuungsgruppe orientiert.
Haben einzelne Tagesgäste während des Tages das Bedürfnis nach Schlaf, ist dies selbstverständlich im Gemeinschaftsbereich oder in Rückzugs- oder Ruhezonen möglich.
Unser Betreuungsdienst stellen sich in ihren Kommunikationsangeboten auf die Fähigkeiten der einzelnen Menschen ein.
Er gestaltet den Kontakt unter Einsatz sprachbegleitender Motorik und Gestik oder mittels unterstützender Kommunikation.
Alle Aktivitäten werden zusammen mit unseren Tagespflegegästen gestaltet.
Während des Tages werden sie dazu angeregt, sich mit Alltagsaktivitäten zu beschäftigen. Dabei werden vertraute Rituale berücksichtigt.
Die Erhaltung der eigenen Identität wird in gleicher Weise wertgeschätzt und gefördert wie die Selbstakzeptanz.
Unser Betreuungsdienst sorgt für Beziehungskontinuität und Zuverlässigkeit.
Kontakte untereinander und mit Angehörigen werden unterstützt und gefördert.
Die Orientierungsfähigkeit unserer Tagespflegegäste wird durch Zuverlässigkeit und Kontinuität der Bezugspflegepersonen, Validation, Orientierungshilfen, angemessenes kognitives Training und Förderung der Selbstbestimmtheit bzw. Selbstständigkeit, wertschätzendes Verhalten und das Angebot von gleich bleibenden vertrauten Abläufen gefördert.
Das Essensangebot gestaltet sich abwechslungsreich, eiweiß-, kalorien-, vitamin-, kohlenhydratreich und appetitlich. Besondere Kostformen und erhöhter Kalorienverbrauch werden berücksichtigt. Die Haupt- und / oder Zwischenmahlzeit wird in unterschiedlichen Formen angeboten. Pürierte Kost wird so weit es geht vermieden, bei bedarf jedoch getrennt zubereitet. Die Speisen werden wunschgemäß nachgewürzt, insbesondere auch nachgesüßt.
Essen findet, soweit es die betroffenen Personen nicht ablehnen, bevorzugt in der Gemeinschaft statt.
Schluckstörungen werden fachlich diagnostiziert, so weit möglich gezielte Hilfen zur Verbesserung der Schluckfähigkeit eingesetzt.
Unsere Tagespflegegäste erhalten ein Angebot differenzierter Trink- und Esshilfen.
Es wird ihnen auch ermöglicht, im Gehen und mit den Fingern zu essen. Verschiedene Getränke stehen ganztägig im Wohnbereich verteilt zur Verfügung.
Wir ermöglichen unseren Tagespflegegästen ein Umfeld, das ihnen ein Höchstmaß an Gestaltungsfreiheit bietet.
Unsere aufmerksame Beobachtung hilft, Risiken zu minimieren. Tagesstrukturierende Maßnahmen schaffen dafür die Voraussetzungen.
Durch Leistungen der psycho- sozialen Betreuung soll die Tagespflegeeinrichtung für die Pflegebedürftigen einen Lebensraum gestalten, der ihnen die Führung eines selbständigen und selbstbestimmten Lebens ermöglicht, sowie zur Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft innerhalb und in der Tagespflegeeinrichtung auch außerhalb der teilstationären Einrichtung beiträgt. Der Hilfebedarf bei der persönlichen Lebensführung und bei der Gestaltung des Alltages nach eigenen Vorstellungen soll durch die Leistungen der psycho- sozialen Betreuung ausgeglichen werden, soweit dies nicht durch das soziale Umfeld (z.B. Angehörige und Betreuer) geschehen kann.
Das Ziel der psycho- sozialen Betreuung ist die Sicherung der persönlichen Lebensgestaltung in der Pflegeeinrichtung, welche an der Erhaltung der Selbständigkeit des Pflegebedürftigen orientiert ist, soziale Integration anstrebt und die jeweiligen Aktivierungspotentiale ausschöpft.
Unser vorhandenes Betreuungskonzept wird nach pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen weiter entwickelt. Sie werden in der Betreuung von stationär betreuten Bewohnern umgesetzt und somit auch für die Tagespflegegäste im erforderlichen Umfang angewendet.
Für die innerhalb der Betreuungsgruppen angebotenen tagesstrukturierenden Maßnahmen werden alle erforderlichen Materialien vorgehalten.
Neben den pflegebedingten Leistungen und der sozialen Betreuung werden die notwendigen Leistungen der med. Behandlungspflege erbracht, soweit sie nicht vom behandelten Arzt selbst durchgeführt werden. (§ 41 Abs. 2 SGB XI)
Die Leistungen der medizinischen Behandlungspflege werden im Rahmen der ärztlichen Behandlung entsprechend der ärztlichen Anordnung erbracht. Die ärztliche Anordnung und die Durchführung werden über die Pflegedokumentation nachgewiesen.
Die Medikamentenbeschaffung übernehmen die Angehörigen. Die Verabreichung erfolgt während des Aufenthaltes in unserer Einrichtung nach schriftlicher Anordnung des Arztes durch das Pflegepersonal.
Dem Tagespflegegast werden Möglichkeiten zur Beteiligung am Leben in der Einrichtung aufgezeigt und deren Wahrnehmung erleichtert und unterstützt. Die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten des einzelnen werden wahrgenommen und bei der Betreuung berücksichtigt. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei auf die Biografie und mögliche Krisensituationen des Tagespflegegastes gerichtet.
Ziel ist es, Ängsten und Zweifeln gerecht zu werden und die Eingewöhnung in die neue Lebenssituation zu erleichtern. Dies wird umgesetzt durch spezielle Interventions- bzw. Integrationsmaßnahmen wie z.B. Einzelgespräche, Kontaktvermittlung, Frühstücks- und Begegnungsrunden etc.
Aufgabe des Sozialen Dienstes ist es, in krisenhaften Situationen, die besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung nötig machen, präsent zu sein.
Das Verlassen der gewohnten, häuslichen Umgebung kann an sich schon problembehaftet sein und unter Umständen bestehende biografisch bedingte Krisen verstärken.
Hier ist es wichtig, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und ein von Akzeptanz und einfühlsamem, nicht wertendem Verstehen geprägtes Verhalten zu zeigen.
Ziel ist es, dem Tagespflegegast in einer stationären Altenhilfeeinrichtung eine weitestgehend selbständige und individuelle, seinem Wohlbefinden förderliche Lebensgestaltung zu ermöglichen.
Dies beinhaltet:
- Hilfe bei der Verwirklichung seiner Interessen,
- den Erhalt von Eigenständigkeit,
- die Förderung von Ressourcen,
- die Schaffung eines soziokulturellen Angebots (von täglichen Freizeit- und Beschäftigungsangeboten bis hin zur Organisation und Durchführung von Festen und Ausflügen -siehe hauseigenes Veranstaltungsangebot).
Ein Schwerpunkt liegt dabei im Erhalt und dem Reaktivieren von Restfähigkeiten sowie der Förderung und dem Aufbau sozialer, kognitiver, sprachlicher und motorischer Ressourcen.
Körperliche, geistige und musische Fähigkeiten sollen durch entsprechende Gruppenangebote und Einzelbetreuung gefördert werden. Darüber hinaus zählt zur sinnvollen und gesundheitsfördernden Lebensgestaltung auch die Teilhabe am öffentlichen Leben.
Der Soziale Dienst organisiert Gruppenangebote, die geeignet sind, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Tagespflegegäste näher kennen lernen und gemeinsame Aktivitäten erleben.
Dabei werden folgende unterschiedlichen Zielsetzungen beachtet:
- die Integration von neuen Bewohnerinnen und Bewohnern,
- das spielerische Training des Gedächtnisses,
- das Erhalten und Fördern von körperlichen Ressourcen (Sitzgymnastik, Singen, Kochen, Backen, Gestaltung, Gedächtnistraining, etc.),
- das Bewahren der Alltagskompetenz der Bewohnerinnen und Bewohner/Tagespflegegäste
Grundsätzlich soll bei allen Angeboten der biografische Hintergrund des zu betreuenden Menschen berücksichtigt werden.
Bei dementen Tagespflegegästen bietet der Soziale Dienst insbesondere dort seine Hilfe an, wo die Betroffenen nicht mehr selbständig in der Lage sind, einen gewünschten Kontakt aufrecht zu erhalten und auf Grenzen innerhalb ihrer Kommunikationsmöglichkeiten stoßen.
Grundsätzlich begegnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesem Personenkreis auf der Grundlage der Validation (Therapiemodell wert schätzender Grundhaltung kombiniert mit bestimmten Kommunikations- und Verhaltenstechniken).
Zum Aufgabengebiet des Sozialen Dienstes gehört auch der Kontakt zu den Angehörigen. Dabei gilt es, diesem Personenkreis zu vermitteln, dass er in der Einrichtung willkommen und sein Engagement erwünscht ist. Fragen und Unsicherheiten sollen thematisiert und bearbeitet werden.
Soweit vorhanden unterstützen ehrenamtliche die hauptamtlichen MitarbeiterInnen und übernehmen sowohl Angebote in der Einzel- wie in der Gruppenbetreuung.
Angehörige und ehrenamtliche MitarbeiterInnen werden durch uns motiviert, an adäquaten In House- Angeboten teilzunehmen.
Die Einrichtung hält Hilfsmittel zur Versorgung vor, soweit sie zu deren Vorhaltung nach dem SGB XI bzw. nach dem Rahmenvertrag für den Bereich vollstationäre Pflege gemäß § 75 Abs. 2 SGB XI verpflichtet ist.
Der Leistungsanspruch gegen die gesetzliche Krankenkasse nach § 33 SGB V bleibt hiervon unberührt.
Individuelle Hilfsmittel werden vom Tagespflegegast von zu Hause mitgebracht.
Über einen Behinderten gerechten Zugang (ebenerdig, Automatiktür) sind im UG die Räume zur Tagesbetreuung direkt zu erreichen.
An das Dienstzimmer schließt sich unmittelbar der Betreuungsraum mit insgesamt 75 qm an.
Ca. 1/3 des Raumes kann durch einen Geräusch dämmenden Raumteiler auf einfache Art bedarfsweise abgetrennt werden. Auf diese Weise kann den Ruhebedürfnissen der Betreuten in vollem Umfange nachgekommen werden.
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Umsetzung der Tagesstruktur bzw. der Pflegeplanung:
Für jeden Tagespflegegast wird eine Pflegeplanung, in der sämtliche verabfolgte Leistungen nach Tagesplan prozesshaft abgebildet werden, geführt. Die geplanten Maßnahmen werden in Analogie zu denen im stationären Bereich durchgeführt.
Die Regelungen für die stationären Bewohner bezüglich der Dokumentation und ärztlichen Anordnungen werden demnach auch für die Tagespflegegäste angewendet. Die Überprüfung der Pflege (Dokumentation) findet in regelmäßigen Abständen, spätestens nach einem Monat statt.
Die Überprüfung wird von Pflegefachkräften über tägliche Fallbesprechungen in Zusammenarbeit mit PflegehelferInnen und allen an der Pflege und Betreuung beteiligten Personen durchgeführt. Dies geschieht in der Verantwortung der Wohngruppenleitung.
Bei der Führung der Dokumentation für den Tagespflegegast werden die aktuellen gesetzlichen Reglungen erfüllt.
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Eine mit allen üblichen Elektrogeräten und Inventar versehene Küchenzeile unterstützt die hohe Angebotsvielfalt. Integriert ist ein Töpferbecken.
Weiterhin stehen gepolsterte, abwaschbare, mit Armstützen versehene Stühle zur Verfügung. Ergänzt wird das Mobiliar durch eine angemessene Anzahl an Tischen und Schränken. Darüber hinaus runden zur Biografie passende Möbel das wohlige Wohnklima ab. Etliche Möbelkleinobjekte wie Buffetts, Schränkchen sowie saisonal passender Zimmerschmuck (z.B. Blumen, Bilder) tragen zu einer positiven Milieugestaltung bei.
Im Ruheraum können wahlweise Sofas oder Ruhesessel genutzt werden.
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Akut gewünschte oder notwendige Hilfe kann über mit Verlängerungskabeln versehene Ruftaster jederzeit angefordert werden.
Das Dienstzimmer kann über eine zweite Türe zum Betreuungsraum direkt erreicht werden. Außerdem haben die dort tätigen MitarbeiterInnen bei offener Türe durch Blickkontakt jederzeit die Kontrolle über den Betreuungsraum.
Gegenüber dem Betreuungsraum befinden sich die Normal- und Behindertentoiletten für Damen und Herren. Alle WC sind mit Rufsystemen ausgestattet.
Der Betreuungsraum erfährt durch die Berücksichtigung von großen Fenstern und Terrassentüren eine sehr günstige Lichtdurchflutung (bedarfsweise können über Rollos Abdunklungen erfolgen). Auf diesem Wege wird auch der Behinderten
gerechte, mit Grün gesäumte Außenbereich für diverse Angebote zugänglich gemacht.
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Weiterhin steht unser ca. 180 qm- großer, mit Tischen und Stühlen möblierter, mit hohem Tageslichteinfall versehener Speisesaal im EG für Tagespflegegäste zur Verfügung.
Dieser ist ebenerdig über Automatiktür zu erreichen. Im Anschluss kann in unmittelbarer Umgebung ein weiterer, wohnlich eingerichteter Aufenthalts-/Ruheraum genutzt werden.
Behinderten gerechte Toiletten sind direkt nebenliegend angeordnet.
Soweit das Tageslicht nicht ausreicht oder in den Abendstunden steht über an der Decke angebrachte Leuchtstoffröhren Warmlicht mit angemessener Helligkeit (zweistufig) zur Verfügung. Wohn- und Ruheatmosphäre kann durch biografiebezogene, also funktionstüchtige Lampen aus vergangenen Jahrzehnten, geschaffen werden.
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Große Beschriftungen an den Zimmertüren und WC sowie die spezifische Farbgebung des jeweils betreffenden Flures/Raumes schaffen bedarfweise Orientierung.
Die ständige Personalpräsenz gewährt diese aber durch entsprechende Hilfe in der Hauptsache
Alle Personen verfügen über genügend Bewegungsfreiraum entweder auf den dafür vorgesehenen Sitzplätzen oder bei gewünschter Mobilität. Dies wird durch großzügigen Abstand zwischen den teilnehmenden Personen einerseits und die einzelnen Möbelstücke und Gegenstände andererseits ermöglicht.
Daraus erschließt sich auch die Logik der Verkehrswege und die Barrierefreiheit.
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